Wie lange dauert eine Schuldnerberatung?

Natürlich bestimmt der Einzelfall die Dauer einer Schuldnerberatung. Welche Mittel stehen dem Schuldner zur Verfügung? Wie hoch sind die Schulden? Wie viele Gläubiger sind vorhanden? Alle diese Fragen beeinflussen die Dauer der Schuldnerberatung. Doch es gibt auch einige feste Zeitabläufe.
Wenn sich Ihr Schuldnerberater mit den Gläubigern auf eine Raten- oder Einmalzahlung einigen konnte endet alles mit der Bezahlung der letzten Rate. Natürlich wird dies davon beeinflusst, welche Summen beglichen werden müssen und welche finanziellen Mittel dem Schuldner zur Verfügung stehen. Von daher kann die Frage nach der Dauer einer Schuldnerberatung nicht pauschal beantwortet werden. Anders sieht es bei einem Insolvenzverfahren aus.

Dauer des Insolvenzverfahrens

Zu Beginn einer Verbraucherinsolvenz werden die Erfolgschancen einer möglichst umfangreichen Entschuldung eingeschätzt. Hierzu wird die Lage des Schuldners untersucht und anschließend ein Schuldenbereinigungsplan aufgestellt. Wenn mit den Gläubigern keine außergerichtliche Einigung erzielt werden kann, wird der Antrag auf Verbraucherinsolvenz gestellt. Diese Vorbereitungen nehmen meist sechs Wochen in Anspruch.
Für das eigentliche Privatinsolvenzverfahren sollten Sie dann circa ein Jahr einplanen. Während dieser Zeit wird Ihr Vermögen von einem Treuhänder verwaltet. Während des Verfahrens beginnt dann die sog. Wohlverhaltensperiode. Für den Fall, dass der Schuldner 35 % der Schulden und der Verfahrenskosten begleicht, beginnt diese nach drei Jahren. Für den Fall, dass Sie die Verfahrenskosten zahlen, beginnt die Wohlverhaltensperiode nach fünf Jahren. Unabhängig von jeglichen Zahlungen beginnt die Wohlverhaltensperiode spätestens jedoch nach 6 Jahren.
Wie lange dauert eine Schuldnerberatung?