Rückgang bei Studienkrediten

Um das Studium finanzieren zu können nehmen immer weniger Studenten in Deutschland einen Kredit auf. Laut dem aktuellen Studienkredit-Test des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) waren es im vergangenen Jahr nur noch 44.000 Kredite. Das entspricht im Dreijahreszeitraum einem Rückgang von ungefähr 25 Prozent.
Laut der Studie betrug die durchschnittliche Kreditsumme beim Marktführer (KfW-Studienkredit) 527 Euro. Der maximal mögliche Kreditrahmen von 650 Euro wird folglich von den meisten Studenten gar nicht ausgeschöpft. Das deckt sich auch mit den Ergebnissen der Erhebungen des Studentenwerkes. Alles in allem stehen jedem Studenten 918 € zur Verfügung. Das entspricht einem Anstieg von 76 EUR in den letzten vier Jahren. Ein Grund dafür ist, dass immer mehr Studenten neben dem Studium arbeiten gehen. So gehen 68 % der Studenten neben dem Studium jobben.
Wenn für das Studium ein Kredit aufgenommen werden soll, sollten Sie vorher unbedingt einen möglichst genauen Kostenplan aufstellen. Welche monatlichen Einnahmen stehen Ihnen zur Verfügung? Wie hoch sind die regelmäßigen monatlichen Ausgaben? Für wie lange wird die Unterstützung durch den Kredit benötigt? Ist evtl. ein Auslandssemester während des Studiums geplant? All das sind neben den Zinsen wichtige Kriterien, die bei der Suche nach dem richtigen Kredit unbedingt berücksichtigt werden sollten. Besondere Vorsicht ist bei sog. privaten „Studienkrediten“ geboten, weil hier die Konditionen häufig sehr schlecht sind.
Weniger Schulden bei Studenten