Rechtsanwalt oder Schuldnerberatung?

Schuldner haben in der BRD beim Thema Schuldnerberatung die Qual der Wahl. Es gibt die öffentliche, die gewerbliche und die anwaltliche Schuldnerberatung. Aber welche Variante ist die bessere?
Wenn Schuldner sich für eine Schuldnerberatung entscheiden sollten sie darauf achten, dass diese nach § 305 InsO anerkannt ist. Das trifft in Deutschland auf die öffentliche und die anwaltliche Schuldnerberatung zu. Zwischen diesen beiden Schuldnerberatungen gibt es aber noch bedeutende Unterschiede, die Schuldner kennen sollten. Besonders ist für Schuldner der Faktor Zeit enorm wichtig. Bei einem Rechtsanwalt bekommen Sie z. B. im Regelfall deutlich schneller einen Termin als bei der öffentlichen Schuldnerberatung, wo Wartezeiten von mehreren Wochen keine Seltenheit sind. Auch die weiteren Schritte können bei der anwaltlichen Schuldnerberatung i. d. R. deutlich schneller abgewickelt werden. Darüber hinaus können sich die Schuldner bei der anwaltlichen Beratung sicher sein, dass ihre Fragen von einem Fachmann beantwortet werden. Das ist bei der öffentlichen Schuldnerberatung nicht der Fall. Hier arbeiten des Öfteren auch Psychologen und Betriebswirte.
Für eine Schuldnerberatung bei einem Rechtsanwalt müssen Schuldner Gebühren bezahlen. Doch obwohl Schuldner hier ein Honorar bezahlen müssen, sind die Gesamtkosten aufgrund der Verhandlungen mit den Gläubigern und den dadurch entstehenden Einsparungen geringer als bei anderen Schuldnerberatungen.
Für den Fall, dass Sie für die Schuldnerberatung einen Anwalt aufsuchen, muss kein zusätzlicher Zwischenberater mehr eingeschaltet und bezahlt werden. Anders als bei der öffentlichen Schuldnerberatung wird hier auch die Korrespondenz mit den Gläubigern übernommen. Schuldner sparen bei der anwaltlichen Schuldnerberatung demzufolge nicht nur Geld und Zeit, sondern auch einiges an Mühe.
Sollte ich zum Rechtsanwalt oder zur Schuldnerberatung gehen?