Privatinsolvenzen auf 10-jahrstief

Im Jahr 2015 mussten in Deutschland Dank einer vorherrschenden Rekordbeschäftigung und dank der stabilen Konjunktur erneut weniger Privatleute die Insolvenz anmelden. In der Summe lag die Zahl der Privatinsolvenzen bei 79.030 und ist demzufolge um 8,6 Prozent gesunken. Diese Zahlen sind im Dezember von der Wirtschaftsauskunftei Creditreform veröffentlicht worden.

Niedrigster Stand seit 2005

In Deutschland kann im fünften Jahr in Folge ein Rückgang bei den Privatinsolvenzen verzeichnet werden. Die Verbraucherinsolvenzen sind im Jahr 2015 sogar auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2005 gefallen. Ein Grund hierfür wird gewiss der momentan stabile Arbeitsmarkt sein.

Anstieg bei der Altersgruppe unter 30

Trotz der rückläufigen Privatinsolvenzen wird bei den Erwachsenen unter 30 Jahren ein Anstieg verzeichnet. Dieser Altersgruppe entstammen in Deutschland insgesamt 15,4 % der Insolvenzen. Außerdem müssen auch bei den geburtenstarken Jahrgängen der Altersgruppe ab 50 Jahren immer mehr Insolvenzen verzeichnet werden. Bei den Senioren sieht es da ganz anders aus. Diese nutzen nur in ganz wenigen Fällen eine Privatinsolvenz zur Entschuldung. Da jedoch immer jüngere Personen in die Privatinsolvenz gehen dürfte in Zukunft das Thema Verbraucherinsolvenz auch in dieser Altersgruppe an Relevanz zunehmen.

Weniger Arbeitnehmer von Insolvenz der Arbeitgebers betroffen

In Deutschland dominieren insgesamt die sog. Kleinstinsolvenzen. Deswegen sind auch weniger Arbeitnehmer von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffen. Insgesamt waren von der Insolvenz ihres Arbeitgebers in diesem Jahr 225.000 Arbeitnehmer betroffen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 14,8 Prozent.
Es bleibt sicherlich abzuwarten, wie sich die Werte im kommenden Jahr entwickeln werden.
Knapp 9 Prozent weniger Verbraucherinsolvenzen