Etliche Menschen über 55 sind in der Bundesrepublik von Armut bedroht

Aktuelle Zahlen belegen, dass 5,7 Mio. Deutschen über 55 die sogenannte Altersarmut droht. Zu diesem Resultat kommt die Europäische Statistikbehörde Eurostat. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist das ein deutlicher Anstieg.
Bereits in den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass auch in der Bundesrepublik immer mehr Menschen von Armut bedroht sind. Das betrifft laut den aktuellen Zahlen der Europäischen Statistikbehörde Eurostat besonders auch ältere Menschen (55 und aufwärts). 2006 lag der von Armut bedrohte Anteil dieser Gruppe noch bei 4,5 Millionen Menschen. Im Jahr 2015 waren es dann bereits 5,7 Mio.. Insgesamt entspricht das rund einem Fünftel der deutschen Gesamtbevölkerung über 55 Jahren.
Jemand gilt in der Bundesrepublik Deutschland als von Armut betroffen, wenn weniger als 60 Prozent des nationalen Durchschnittseinkommens zur Verfügung stehen. In der BRD entspricht das weniger als 1.033 Euro netto pro Monat. Als von sozialer Ausgrenzung betroffen gilt jemand, wenn häufiger nicht rechtzeitig die Miete, Heizung, Strom oder ähnliches bezahlt werden können und darüber hinaus keine oder nur eine geringe Beschäftigung vorhanden ist.
Der große Anteil an Niedriglöhnen, die hohe Erwerbslosigkeit von älteren Menschen und immer mehr Armutsrenten sprechen dafür, dass in Deutschland dringend die gesetzliche Rente gestärkt werden muss. Abzuwarten bleibt, wie die Politik darauf reagieren wird. Deutlich wird aber, dass etwas gegen die Altersarmut in Deutschland unternommen werden muss.
Knapp 6 Millionen Deutschen droht Altersarmut