Den Deutschen geht es besser, als sie denken

Eine aktuelle Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln zeigt, dass die Schere zwischen arm und reich in Deutschland nicht weiter auseinander geht. Vor allem die gute Situation auf dem Arbeitsmarkt führt zu dieser positiven Entwicklung.

Löhne und Vermögensverhältnisse haben sich angeglichen

Dass in der Bundesrepublik Deutschland ein Wohlstandsgefälle vorhanden ist, bestreiten die Experten des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) nicht. Doch in den letzten zehn Jahren ist die Ungleichheit nicht weiter angestiegen. Die weit verbreitete Annahme, dass die Reichen immer reicher werden, muss daher zurückgewiesen werden. Stattdessen haben sich in den letzten Jahren die Einkommen und Vermögensverhältnisse angeglichen. Laut der Erhebung sind von 2009 bis 2013 die Bruttoerwerbseinkommen der unteren zehn % der Vollzeitbeschäftigten um 6,6 % angestiegen, während es bei den reichsten 10 % nur um 2,8 % angestiegen ist.

Vermögensungleichheit ist nicht weiter gewachsen

Anders als viele es vermuten würden ist in Deutschland auch die Vermögensungleichheit nicht weiter gestiegen. Insbesondere die guten Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt sind einer der Gründe dafür. Allerdings ist der Unterschied hier größer als beim Einkommen. So besitzen nach Angaben der Bundesbank zehn Prozent der Haushalte momentan etwa 60 Prozent des gesamten Vermögens in Deutschland.
Geht es den Deutschen besser als gedacht?