Mein Halbbruder ist gestorben – Wer muss die Beisetzung bezahlen?

Wer für die Tragung der Kosten einer Beisetzung zuständig ist, ist nicht immer direkt klar. Dabei ist klar geregelt, dass derjenige, der einen Menschen beerbt, auch dessen Beerdigung bezahlen muss. Egal ist dabei, wie das Verwandtschaftsverhältnis zu dem Verstorbenen war.
Wenn ein Erblasser lediglich Schulden hinterlässt, werden Kinder und andere nächste Verwandte das Erbe in der Regel nicht annehmen. Würden sie das Erbe doch annehmen, müssten sie beispielsweise auch für die Kosten für die Bestattung aufkommen. Durch die Ablehnung werden dann die nächsten Verwandten kontaktiert. Hierbei kann es sich dann zum Beispiel auch um Halbgeschwister handeln.
Wird das Erbe von diesen angenommen, müssen dann auch die Kosten für die Bestattung von diesen getragen werden. Sofern jedoch wirklich lediglich Schulden vererbt werden, ist es auch für die Halbgeschwister ratsam, das Erbe abzulehnen. Mit der Kenntnisnahme über den Tod des Erblassers beginnt die Frist für die Ausschlagung des Erbes. Es ist in einem solchen Fall immer ratsam, zeitnah einen Notar aufzusuchen.
Außerdem gibt es eine Verpflichtung zur Tragung der Kosten für die Beisetzung, die unabhängig davon ist, ob das Erbe angenommen oder ausgeschlagen wird. Die Gemeinde des letzten Wohnortes des Verstorbenen haben die Möglichkeit, nahe Angehörige zur Übernahme der Kosten für die Bestattung aufzufordern. Dann liegt es an den individuellen familiären Umständen, ob auch die Halbgeschwister zur Kasse gebeten werden können.
Beerdigungskosten des Halbbruders – Wer muss diese zahlen?